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Die 10 Prinzipien
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Die UN-Global-Compact-Initiative, koordiniert von einem kleinen Büro in New York, möchte die weltweit integrativste Initiative zur freiwilligen Steigerung gesellschaftlich mitverantwortlichen Handelns sein, auf dass Unternehmen in Partner­schaft mit anderen Akteuren in der Gesell­schaft eine essenzielle Rolle auf dem Weg zu einer nach­haltigeren und gerechteren Welt­wirt­schaft spielen. Durch die Anbindung an die Vereinten Nationen geniesst die Initiative – vorerst – die höchste Legitimation, die im Umgang mit globalen Herausforderungen denkbar ist. Zugleich müssen die Aktivi­täten von der UN-Generalversammlung nicht im Einzelnen gebilligt werden.

Als Unternehmen Teilnehmer des UNGC zu werden heisst im wesentlichen ein jährliches Bekenntnis der Firmenleitung, innerhalb des Einflussbereichs eine Reihe von Grundwerten auf dem Gebiet der Menschenrechte, der Arbeitsnormen, des Umweltschutzes und der Korruptionsbekämpfung mitzubedenken, zu unterstützen und praktisch zur Geltung zu bringen – und mindestes einmal im Jahr zu berichten, was das Unternehmen diesbezüglich als Fortschritte ansieht.

Diese Grundwerte kennt man als die 10 Prinzipien. Das Missverständnis, es handele sich dabei um messbare oder gar zertifizierbare Standards ist immer weniger verbreitet. Zunehmend werden die Prinzipien als inspirierendes Dokument erkannt, das die Bemühungen eines Unternehmens anleiten kann, sich den Ruf eines wertvollen Mitglieds der globalen Gesellschaft zu verdienen – indem es auch Teil der Lösungen, nicht nur der Probleme ist.

Allerdings sind die Vorteile einer stillschweigenden Nutzung von vorhandenen Dokumenten oder von Informationen diverser Veranstaltungen, äusserst begrenzt. Nur durch eine Mit­wirkung bei jenen Debatten und Projekten, die die Regeln und Gewohnheiten des Geschäfts­alltags verändern, kann ein Unternehmen echte Lerneffekte davontragen und in befriedigendem Mass Einfluss aus­üben. Dies kann kein Ergebnis daraus sein, dass einfach tausende Teil­nehmer ihre Netzwerk­mitgliedschaft erklären. Nur durch die Bildung überschau­barer Gruppen, in denen vertrauensvoll an einigermassen klar abgegrenzten Themen gearbeitet wird, kann ein UNGC-Unterzeichner…

… eine umfassende Plattform in punkto Risikomanagement nutzen, da dort ein Gefühl für geschäftsrelevante Entwicklungen in der globalen Gesellschaft entsteht.

… nicht polarisierte Meinungen zu ungewohnten Aufgaben im Rahmen der Globalisierung bilden und mit anderen Akteuren trotz bzw. wegen anderer Ziele und Arbeitslogiken gemein­same Ansätze entwickeln – auch durch wechselseitige Hinweise auf blinde Flecken.

… die globale Reichweite der Vereinten Nationen und ihre Verbindungen zu Regierungen und Zivilgesellschaft nutzen, um pragmatische Lösungen für Probleme zu finden, die nicht allein von Staat, Unternehmen oder Zivilgesellschaft lösbar sind.

… den Überblick über die vielen Corporate-Responsibility-Organisationen und -Initiativen behalten und die Effektivität und Konsistenz der Teilnahme erhöhen.

… entlang von konkreten Themen und Herausforderungen an der Bestimmung der Rolle des Unternehmens in der Gesellschaft arbeiten und so einen selbstbewussten Umgang mit den heute vielfältigen Anliegen und Ansprüchen erleichtern.

… echte Lerneffekte davontragen, indem konkret an den Details gearbeitet wird, die einen Unterschied machen – anstatt bei Pauschalaussagen stecken zu bleiben.

… durch ernsthafte Projekte den Wert freiwilliger Initiativen belegen, obwohl die Verbindlichkeit grundsätzlich immer an der unteren Schwelle bleiben wird.

… zeigen, wie im Zusammenspiel der in dieser Form einmaligen Selbstverpflichtung des Top-Managements und der Expertise von Spezialisten in der Linie eindrucksvolle Fortschritte in schwierigen Feldern erzielt werden können.

… konkrete Vorteile beispielsweise bezüglich Reputation oder verbesserter Kundenbeziehungen erzielen – je nach der spezifischen Situation eines Unternehmens.

… Mitarbeitern, die neu eine Aufgabe mit Bezügen zur Corporate-Responsibility-Thematik bekommen haben, eine Anlaufstelle bieten, wo naive Fragen erlaubt sind.

Alles in allem scheint nichts in der Welt der Nachhaltigkeit, Unternehmensverantwortung, Corporate Citizenship, Business Ethics oder wie auch immer benannt so umfassend und zugleich so sehr auf die Arbeit an konkreten Detail­s ausgerichtet zu sein wie die UNGC-Initiative – wenn die Teilnehmer die Sache von der Basis her zum Laufen bringen. Und genau darum geht es auch in unserem lokalen Netzwerk.

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